Glasfaser

20.10.2022 | SWP, ein Artikel von Moritz Clauß

Schnelles Internet im Alb-Donau-Kreis.157 Millionen Euro: Diese Kommunen erhalten jetzt eine Förderung

Der Bund fördert den Ausbau des Glasfaser-Netzes im Alb-Donau-Kreis mit 157 Millionen Euro. In 33 Städten und Gemeinden gibt es in Zukunft schnelleres Internet.

Der Bund fördert den Breitbandausbau im Alb-Donau-Kreis mit rund 157 Millionen Euro. Das haben die Bundestagsabgeordneten Ronja Kemmer (CDU) und Marcel Emmerich (Grüne) mitgeteilt.
Das Geld soll in den Ausbau des Glasfaser-Netzes in 33 Städten und Gemeinden im Kreis fließen, es stammt aus dem sogenannten "Graue-Flecken-Förderprogramm" des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.
"Das sind großartige Nachrichten für unsere Heimat", teilte Ronja Kemmer mit. Digitale Anwendungen, die eine schnelle Internetanbindung voraussetzen, seien längst Alltag in Schulen, der Ausbildung, im Studium und im Beruf.
Laut Marcel Emmerich ist die digitale Infrastruktur "ein entscheidender Faktor für die Attraktivität des ländlichen Raums". Mit der Erschließung bisher unterversorgter Grauer Flecken mache man nun "wichtige Schritte nach vorn".

Privateigentümer müssen nichts bezahlen

Konkret gefördert wird der Glasfaser-Ausbau in Gebieten, in denen bisher nur eine Internetanbindung mit weniger als 100 Megabit pro Sekunde angeboten wird. Auf Privateigentümer in den Ausbaugebieten kommen keine Kosten für den Anschluss zu.
Die zwei geförderten Projekte werden über die OEW Breitband GmbH mit Sitz in Ehingen umgesetzt, die die Kommunen gemeinsam mit der kommunalen Einrichtung "Komm.Pakt.Net" und dem Landratsamt beim Breitband-Ausbau unterstützt.
"Die Erschließung eines Gebäudes mit Glasfaser soll im Alb-Donau-Kreis genauso selbstverständlich sein wie mit fließendem Wasser und Strom", sagte Landrat Heiner Scheffold auf Nachfrage.
Für den ländlichen Raum sei eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur "ein zentraler Standortfaktor". Dass man nun die Erschließung in bisher unterversorgten Gebieten verbessern könne, sei "eine große Gemeinschaftsleistung".
Scheffold bedankte sich beim Bund für die Förderung - und bei den Kommunen "für ihre gewaltigen Anstrengungen und ihr großes Engagement in Sachen Breitband-Ausbau"

Breitband-Ausbau: Diese Kommunen werden gefördert

Die zwei geförderten Projekte im Landkreis sind räumlich unterteilt. Insgesamt fast 70 Millionen Euro erhalten die Ausbauvorhaben in Altheim (Alb), Amstetten, Asselfingen, Ballendorf, Berghülen, Bernstadt, Börslingen, Breitingen,
Dornstadt, Heroldstatt, Laichingen, Langenau, Merklingen, Neenstetten, Nerenstetten, Öllingen, Rammingen und Setzingen.
Mehr als 87 Millionen Euro fließen in den Ausbau in Allmendingen, Altheim, Balzheim, Blaubeuren, Blaustein, Emeringen, Erbach, Griesingen, Illerrieden, Lauterach, Munderkingen, Oberdischingen, Obermarchtal, Öpfingen und Schelklingen.
Der Bund übernimmt damit bei beiden Projekten 50 Prozent der Gesamtkosten.